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Aloe Vera - Lebenselixier für Pferde
Seit langem hat man beobachtet, dass pflanzliche Mittel, die Menschen heilen, bei Tieren ebenfalls wirken und umgekehrt. Und so entfaltet auch die Aloe Vera bei Tieren die gleiche Wirkung wie beim Menschen. Die Pflanze beliefert Hund, Katze und Co mit wertvollen Nähr- und Vitalstoffen. Sie pflegt Haut und Fell, unterstützt die Verdauung, stimuliert das Immunsystem und reguliert den Stoffwechsel von Tieren.
Die Anfänge - Aloe Vera in der Tiermedizin
Während der Mensch die heilenden und pflegenden Eigenschaften der Aloe Vera bereits seit einigen Jahrtausenden in großem Stil für sich nutzt, schenken Tierhalter und Tiertherapeuten den gesundheitsfördernden Wirkungen der Heilpflanze erst in den vergangenen zwei Jahrhunderten vermehrt Beachtung, auch wenn der vereinzelte Einsatz der Pflanze bei Tieren bis in die Antike zurückverfolgt werden kann. Eine der ersten Veröffentlichungen über die Anwendung der Aloe Vera in der Tiermedizin erschien 1840: Die Hufschmiede G. Skevington und F.D. Day setzten die Aloe Vera bei Pferden gegen Mauke, Schuppenflechte, Sommerekzem, Probleme im Magen-Darm-System und Parasitenerkrankungen ein und sie hatten damit Erfolg (Quelle: D. Urch, 1999). Die Pflanze selbst erhielt in dieser Zeit erstmalig ein tierisches Attribut und wurde »Pferde-Aloe« genannt. Danach geriet die Behandlung von Tieren mit Aloe Vera wieder etwas in Vergessenheit. Erst im zwanzigsten Jahrhundert interessierten sich Tierhalter und Tiertherapeuten wieder verstärkt für die Heilpflanze. Nachdem US-amerikanische Mediziner in den 30er Jahren die positive Wirkung von Aloe-Vera-Gel auf Verbrennungen der menschlichen Haut entdeckt hatten, fanden in der Folge zahlreiche Untersuchungen mit Tieren statt, bei denen die Pflanze erfolgreich zur Heilung von Verbrennungen und anderen Verletzungen der Haut angewendet wurde. Beispielsweise haben Forscher die Aloe Vera in den 50er Jahren gegen durch Strahlung verursachte Brandwunden bei Kaninchen eingesetzt (Quelle: D. Urch, 1999). Die Verletzungen der Tiere heilten bei den mit Aloe Vera behandelten Tieren mehr als doppelt so schnell ab als bei unbehandelten Tieren und schneller als mit bisher bekannten Heilsalben. Auch das Fell wuchs gut nach. Andere wissenschaftliche Untersuchungen nahmen die innere Anwendung der Aloe Vera bei Tieren unter die Lupe. Wie beim Menschen wirken Anthraglykoside jedoch auch bei Tieren stark abführend. Die Gabe von ganzen Aloeblättern als Futter schied daher sehr bald als Anwendung aus. Erst durch die Herstellung des anthraglykosidfreien Gels konnte der Siegeszug der Aloe Vera als Elixier für Gesundheit und Wohlbefinden von Tieren beginnen.
Entnommen dem 2004 im Lebensbaum Verlag erschienenen Buch "ALOE VERA - Was die Pflanze wirklich kann" von Jutta Oppermann/Michaela Krenz, ISBN 3-928430-34-3 zum Preis von 9,80 Euro.
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